Geld ist nicht alles - Wie es gelingt, Personal erfolgreich zu binden

Personalerfrühstück der DIALOGistik

19.06.2019

Ist es wirklich so? „Morgenstund hat Gold im Mund“ –  zumindest glaubten das über 30 Personalerinnen und Personaler, die sich am 28. Mai 2019 morgens auf den Weg machten, um am Netzwerkfrühstück des Dialogistik e.V. im Gründungszentrum startport teilzunehmen. Diesmal wurde die Veranstaltung im Duisburger Innenhafen vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein unterstützt. Im Fokus stand die Frage, wie es den Unternehmen gelingt, ihre Mitarbeitenden erfolgreich zu binden.

Katja von Loringhoven und Güldilek Alabas Köylüoglu, DIALOGistik Duisburg e.V.

Aufwärmübung mit den TeilnehmerInnen am Morgen

 

Das Netzwerkfrühstück ist eine Austauschplattform für Personaler und Personalerinnen der Logistikbranche, das neben einer Stärkung für den Tag auch themenspezifische Beiträge bereithält. Einen Beitrag stellte Sibylle Stippler vom Institut der Deutschen Wirtschaft, die eine Reihe von interessanten Tipps für die teilnehmenden Logistikunternehmen beisteuerten

„Gerade kleinere Unternehmen sind im Vorteil, wenn sie sich zunächst ihrer eigenen Stärken bewusst machen. Sie punkten gegenüber größeren Betrieben damit, dass sie einige Handlungsspielräume haben. Das macht sie für Angestellte attraktiv, denn die übernehmen gerne Verantwortung im Job.“

Vereinbarkeit von Beruf und Familie und flexible Arbeitszeitmodelle sei nicht nur ein Anliegen von Frauen. Auch männliche Beschäftigte fänden Arbeitgeber attraktiv, die sich beweglich zeigen, erklärt Stippler.

Sybille Stippler, Institut der Deutschen Wirtschaft

 

Mitarbeiterbindung durch Arbeitgeberattraktivität

Michaela Hares, Geschäftsführerin bei Krankikom, gewährte einen Einblick in die Werkzeugkiste des Duisburger IT-Unternehmens sowie in die Herausforderungen im Umgang mit über 100 Beschäftigten. Ein Erfolgsrezept der letzten Jahre sei, dass „Vertrauen und Flexibilität bei uns großgeschrieben werden.“ Ein durchaus provokanter Leitsatz bei Krankikom lautet „Hierarchien sind doof“. Michaela Hares bezieht dies auf die schnell wechselnde Rahmen- und Auftragsbedingungen, für die in bestimmten Arbeitsprozessen Entscheidungen mitunter schnell getroffen werden müssen.

Ein weiteres Anschauungsbeispiel für gute Unternehmenspraxis bietet Tanquid. Abibou So, zuständig für Human Ressources, stellte dar, was für die Beschäftigten an den vielen Standorten getan wird: „Ein gutes Arbeitsklima entsteht auch, indem man die eigenen Mitarbeitenden ernst nimmt und befragt.“ Bei Tanquid wird z.B. auch gemeinsam gefeiert, um die Motivation zu steigern.

Christiane Bey, eine der Sprecherinnen des DIALOGistik e.V., ist blickt auf den Tag zurück: „Wir freuen uns über die Rückmeldungen und das große Interesse an den heutigen Beiträgen. Und an den Gesprächen erkennt man, dass es allen guttut, sich untereinander auszutauschen.“

Es hat sich also gelohnt, sich früh auf den Weg zu machen.

 

Kooperationspartner der DIALOGistik Tarer Lababidi von competentia hat zum Event interessante Statements eingefangen (Beitrag vom28.05.2019; Folge 3):

http://du.nrw-radios.de/business-mensch/.

 

 

 


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